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Transalp
Montag, den 02. August 2010 um 06:53 Uhr

Transalp 2010

Ein Mythos mitfahren und auf dem Podest beenden. An diesem grossartigen Erlebniss durften Jane und Markus teilhaben.
Eine Zusammenfassung von Jane im Anhang....


Rennbericht Transalp 17. - 24. Juli 2010

Die Transalp 2010 führt in 8 Etappen von Füssen im Allgäu ins 600km entfernte Riva del Garda. Dazwischen liegen 19'690 Höhenmeter, die es für die 550 Teams zu bezwingen gilt.

Da die diesjährige Transalp als UCI Rennen gilt konnten Markus und ich in Füssen dank meiner Lizenz das Rennen im Startblock A starten. Bei 1'100 Biker am Start kann die Position schon ausschlaggebend sein. Der Start war extrem nervös und es galt möglichst nicht in einen Massensturz verwickelt zu werden. Zum Glück waren vor uns Topfahrer wie Thomas Stoll und Lukas Buchli vom BiXS iXS Pro Team, Thomas Zahnd und Konny Looser vom Team Stöckli-Craft oder Pia Sundstedt und Daniel Gathof vom Team Craft-Rocky Mountain. Markus und ich kamen gut weg aber wir fuhren mit angezogener Handbremse. Es war unser erstes Etappenrennen und wir wollten unsere Kräfte gut einteilen. An der Transalp ist das schieben durch den Partner erlaubt. Wir wollten aber erst mal sehen wie weit wir kommen und was unsere Gegner machen. Die erste Etappe beendeten wir auf dem 4. Rang und damit waren wir ganz zufrieden. Die Teams vor uns waren uns bestens bekannt. Einzig das Lettisch/Estische Team um den XC Marathon Europameister 2009 war eine Unbekannte. Die nächsten Tage sollten aber zeigen, dass die Frau die nötige Kraft in den Aufstiegen nicht hatte. Auch mit seiner Hilfe (schieben) konnten sie das Manko nicht wettmachen.

Die nächsten Etappen führten uns über Ischgl nach Scuol und von Livigno nach Ponte di Legno. Im Schnitt waren dabei immer ca. 75 km und zwischen 2'500 - 3'000 Höhenmeter zu bewältigen. Ein Höhepunkt dabei war die Königsetappe am Mittwoch von Livigno nach Ponte di Legno (106km und 3'461Hm). Nach 3 Tagen im Sattel gingen mir die Gänge beim Hardtail aus und ich wechselte zum CREDO Fully CCM04 wo ich eine bessere Übersetzung hatte. So konnte ich kleinere Gänge fahren und war insgesamt auch bequemer unterwegs.

Markus und ich beendeten die folgenden Etappen nach Imst immer auf dem 3. Rang. Wir konnten uns ein Polster im Gesamtklassement erarbeiten und ohne Technische Panne sollte es uns gelingen, diesen 3. Rang bis nach Riva zu verteidigen. Das Niveau in der Mixed Kategorie war enorm hoch. In Führung lagen Pia Sundstedt mit ihrem Partner Daniel Gathof und an zweiter Stelle fuhren Milena Landtwing mit Heiko Gutmann. Milena, ebenfalls aus Zug, aber momentan in St. Moritz wohnhaft, hat enorme Erfahrungen in Etappenrennen und eine super Form. Wir kennen uns alle von anderen Wettkämpfen uns so war das Verhältnis and er Spitze sehr angenehm und freundschaftlich.

In der Etappe vom Val die Sole nach Madonna di Campiglio beschlossen die 3 Mixed Teams an der Spitze, es gemütlicher anzugehen. Wir fuhren die Etappe zusammen. Markus und ich machten lediglich klar, dass wir gegen hinten keine Zeit verlieren wollten. So fuhren Pia, Milena und ich an der Spitze und unsere Partner reihten sich hinten ein. Wir bestimmten das Tempo am Berg und konnten sogar etwas quatschen - was zeitweise zum Kaffeekränzchen ausartete. Leider hatte Pia ganz zu beginn Pech, als sie ihr Pedal verlor. Sie fand aber schnell zurück in die Gruppe, da wir das Tempo drosselten. Auf dem Höchsten Punkt der Etappe, dem Rifugio Orso Bruno auf 2'150 Meter, hatte Pia zusätzlich noch einen Plattfuss. Milena, Heiko, Markus und ich warteten geduldig, bis Sie und Daniel den Schaden behoben hatten. Als wir wieder losfahren wollten, kam das viertplazierte Team um die Ecke. Keine Panik dachte ich nur. Heiko übernahm die Führung unserer Gruppe und führte uns mit einer enormen Geschwindigkeit ins Tal. Es begann in strömen zu regnen und die letzte Passage vor dem Ziel führte über einen Trail im Wald, der mit Wurzeln übersäht war. Ich wusste, dass wir das viertplazierte Team abgehängt hatten, da wir Fahrtechnisch überlegen waren. Pia, Milena und ich haben viel Erfahrung im Wettkampfbereich wo man solche Passagen fahren können muss, um aufs Podest zu kommen. Das war sicher unser Vorteil. Wir fuhren alle 3 gemeinsam ins Ziel. Ein schöner Moment.

Die letzte Etappe von Madonna nach Riva wollten Markus und ich locker angehen. Einfach geniessen und auch mal die Natur bewundern dachte ich mir. Es kam ein wenig anders, da das viert- und fünftplatzierte Team mächtig Druck machten. Und das auf der letzen Etappe! Leider waren die Aktionen auch sehr unsportlich. Die Männer schoben die Frauen an Milena und mir vorbei. Wir weigerten uns derweil Hilfe anzunehmen. Wir fühlten uns stark genug, alleine zu fahren. Wir blieben ruhig und fuhren unser Tempo. Dies sollte sich auszahlen. Schon in der ersten Abfahrt konnten wir alle absetzen. Heiko und Markus drückten aufs Pedal und wir fuhren zu viert dem Ziel entgegen. Zum Schluss war noch ein sehr technischer Trail zu bewältigen und da holten wir auch noch etwas Zeit raus. Es war ein schönes Gefühl. Nach 8 Tagen und 31,5 Fahrstunden erreichten Markus und ich das Ziel in Riva. Die Premiere an der Transalp ist geglückt.

Ohne Helfer geht es auch am Transalp nicht! Wir bedanken uns ganz herzlich bei Jane's Eltern, Hansueli und Anne sowie Markus's Bruder, Thomas, der an unzähligen Stationen mit Bidons und Gels bereitstand und unsere Bikes jeden Abend putzte uns wieder bereitstellte. Jane's Dank gilt auch ihrem Trainer Beni Ruf, der ihr geholfen hat, sich optimal auf die Saison vorzubreiten. Ohne Sie wäre dieser Transalp nicht möglich gewesen!

Bilder:
Transalp I
Transalp II
Transalp III

 
JANE'S EM RIDE
Montag, den 28. Juni 2010 um 06:24 Uhr

Europameisterschaft in Montebelluna / Veneto ITA

Topmotiviert und mit einer guten Vorbereitung ging Jane Nüssli an die Marathon Europameisterschaften nach Montebelluna ITA. Die Strecke, bestehend aus 111.5 Km und über 2400 Höhenmeter, war gespickt mit sehr schnellen Naturstrassen und Singletrails. Optimales Terrain für Jane.
Nach dem Start verabschiedete sich schon bald ein Quartett mit Esther Süss, Gunn Rita Dahle Flesjaa, Pia Sunsted un Blaza Klemencic. Jane hielt die sensationelle 5. Position und konnte diese auch bis ins Ziel halten. Die Spitzegruppe sprengte sich erst im letzten Teil des Rennens, als Esther Süss den Tarif nochmals durchgab. Mit nur 4.5 Minuten Rückstand auf das Podest feierte Jane ihr wohl wertvollstes Resultat überhaupt. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von um die 22 Km/h zeigt es wohl auch das Level, auf dem Jane gerade ridet!

http://www.veneto2010.it/

jane_1

Die Europameisterschaften im Marathon werden nich von den offiziellen Nationnalteams begleitet, sodass jeder Fahrer/Fahrerin mit ihrem eigenen Tricot starten kann.

Markus hat dieses Wochenende Jane am Rennen in Montebelluna begleitet und hat das ixs-Classic Rennen in Schleitheim/Schaffhausen sausen gelassen.

 
Podestplätze in Estavayer
Montag, den 14. Juni 2010 um 06:26 Uhr

ixs-Marathon-Classic in Estavayer

Vergangenes Wochenende hat bereits der 2. Lauf der ixs-Marathon-Classic stattgefunden. Eine schnelle Strecke mit 60 Kilometer und schon fast bescheidenen 1450 Höhenmeter waren zu bewältigen. Wie letzte Woche nahmen auch in Estavayer die gleichen Favoriten teil, wie im Tessin. Jane Nüssli wollte nach dem Ausfall im Tessin unbedingt ein Top Resultat einfahren. Die grösste Konkurrentin, Esther Süss,  zeigte auch in Estavayer wie gut sie im Moment in Form ist. Jane gelang aber ein super Rennen und konnte sich hinter Esther über den 2. Platz der lizenzierten Damen freuen.

Markus konnte zum ersten Mal mit dem Leader Tricot der Rennserie auf die Piste. Er war also zum ersten Mal in die Rolle des gejagten und nicht in der des Jägers unterwegs. Von Anfang an hielt er die Pace hoch sodass er alleine zu den vor ihm gestarteten lizenzierten Elite Fahrern aufschliessen konnte. Hinter ihm bildeten sich Gruppen, welche aber keine Chance hatten, ihn einzuholen. Als gegen Ende des Rennens der Regen einsetzte hatte Markus noch einen Sturz zu verzeichnen, da er zu nahe an einen Elite Fahrer aufgeschlossen war. Dies kostete etwas Zeit, reichte aber um den Gesamtsieg der nicht lizenzierten trocken ins Ziel zu bringen.

In den nächsten Tagen wird sich Jane vorallem auf die EM in Montebelluna ITA vorbereiten. Markus wird sie begleiten und das Rennen in Schaffhausen der ixs-Classic sausen lassen.

 
ixs-Bike-Classic Mendrisio
Dienstag, den 08. Juni 2010 um 06:37 Uhr

Glück und Pech in Mendrisio

 

Am vergangen Sonntag stand der erste Lauf zur ixs-Marathon Bike Classic an. Der Anlass wurde zugleich als Schweizermeisterschaft der lizenzierten Fahrer gewertet. Man konnte also davon ausgehen, dass die Strecke schneller denn je gefahren wurde. Bei heissen Temperaturen wurde um 7.30 Uhr gestartet. Der Rundkurs mit 94km wies 3500 Höhenmeter auf. Von der schnellen Anfahrt auf Asphalt geht es dann relativ schnell zu Sache und die Wege werden immer schmaler bis zum kleinen technischen Singletrail. Die Singletrails ziehen sich um das ganze Monte Generoso Gebiet welches sehr schroffe Steine aufweist.

Genau diese Steine machen das Rennen in Monte Generoso zur Materialschlacht. Entweder werden schwere Tubeless Reifen aufgezogen oder man versucht es mit einem leichten Reifen und macht von einer Latex-Milch gebrauch. Beide Produkte habe Vor- und Nachteile. Jane wurde schon relativ früh im Rennen von einem Schnitt durch den Reifen aus dem Rennen geworfen. Andere Favoriten zerlegten gleich ganze Laufräder und machten von Materialservice gebrauch.

Markus wurde von der Defekt-Hexe auch nicht verschont. Just nach dem erreichen des höchsten Punktes im Rennen musste auch er zu Schlauch und Flickzeug greifen. Bis dato lag er auf 10er Stelle vom ganzen Feld und weit vor jedem anderen Fun Fahrer. Nach längerem Service konnte er das Rennen wieder auf zweitem Zwischenplatz in Angriff nehmen. Am letzten Aufstieg konnte er das Tempo nochmals hoch halten und den in Führung liegenden überholen und distanzieren. Etwas weniger als eine Minute Vorsprung nach 5h 15min Fahrzeit zeigt wohl auch das allgemeine Niveau im Fahrerfeld. Aber es reichte zum dritten Saison Sieg. Gratulation!

Am nächsten Sonntag startet Markus nun als Leader in die ixs-Bike Classic. Wir drücken schon mal die Daumen.

 

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